|ROLAND ADELMANN|

Was sollen wir zu dem Kerl schreiben, lassen wir das längst eingestellte Ruhrpott-Magazin "MARABO" für ihn sprechen: "Roland Adelmann dürfte für den "Social Beat" das sein, was Bukowski für den Underground war." Yeah!


|DANIEL ABLEEV|
Der Freejazzer bei RUP.


|ERIC AHRENS|

Eric Ahrens gehört zu den jungen neuen Autor*innen, die in fein beschriebenen Alltagssituationen den Wahnsinn in ihrer unmittelbaren Umgebung sezieren. Ahrens Spielplatz ist dabei seine Heimatstadt Berlin, die bekanntlich genug Stoff hergibt, um den Alltagsunsinn zu zerfetzen.

|LARS BANHOLD aka WEYLTHAAR|
Der Bochumer Autor verschmelzt den typischen rotzigen Ruhrpott-Charme mit bodenständiger Verrücktheit.Weylthaar nimmt sich zum Glück selbst nicht so ernst und entsprechend lakonisch ist auch seine Lyrik, die er schon in Magazinen wie PRESSWURST oder MAULhURE präsentieren konnte.


|DAKINI BÖHMER|

Dakini Böhmer gehört ebenfalls zu den neuen Autor*innen, die für frischen Wind in der Lyrik-Szene sorgen. Ihre romantisch-abgründigen Texte stehen für eine Zerrissenheit, denen sich die junge Generation gegenübersieht. No Future war zwar gestern, aber die Zweifel nähren auch die Möglichkeit eines Scheiterns. Diese innere Zerrissenheit zwischen Hoffnung und Scheitern ist es, die Dakini antreibt, sich nicht von den Zweifeln überrennen zu lassen.

|URS BÖKE|
Böke wird gerne als Ruhrpott-Rimbaud bezeichnet. Richtig ist, dass sich seine Lyrik (und er schreibt ausschliesslich Gedichte) jeder Klassifizierung entziehen, und das allein sollte schon als Qualitätsauszeichnung reichen. Es ist jedoch schon zum Schreien, dass die LiteraturWelt sich über ein Pseudogedicht von G. Grass bis zur Übelkeit beschäftigt, während wahre Lyrik fast völlig ignoriert wird, werden unzählige Massenmörder auf die Welt losgelassen, die längst die Menschheit dreimal umgebracht hätten, während Gedichte als romantische Spinnerei abgetan werden, obwohl sie mehr Thrill in sich haben als ein Tatortmarathon.



|HERMANN BORGERDING|

"Das Leben ist Scheisse. Das Leben ist wunderbar.", ist das Motto von Hermann Borgerding. Dieses Credo verkörpert er in seinen Gedichten, Texten und Blogs wie kein Zweiter. Er gewinnt in seinem Scheitern.
Dabei weiss er selbst nicht, ob er was zu sagen hat. Es ist ihm auch egal. Aber er sagt es, ehrlich und schonungslos, und trifft mitten ins Herz.


|LARS BORNSCHEIN|
Lars Versuch den pandemischen Blues mit Humor, Ironie und Trotz zu überwinden, die aber meist kurz nach dem Aufwachen scheitern.


|JERK GÖTTERWIND|
Der gute Jerk geistert mittlerweile seit knapp 30 Jahren durch den Underground. In dieser Zeit hat er unzählige Chapbooks herausgegeben, Bücher veröffentlicht, Fanzines zusammengeschustert, hat als einer der ersten vegane Lebensmittel per Liste verkauft, in verschiedensten Bands gespielt, und jetzt malt er auch noch. Seine Lyrik ist durchzogen vom Punkgeist, von Widerstandswillen und einem Schuß Sentimentalität. Schreit nicht unkontrolliert durch die Gegend, sein Arschtritt ist geradezu liebevoll, aber umso wirksamer.


|KERSTEN FLENTER|
Laut "Brigitte" gehört er zu den besten, neuen Dichtern (und Dichterinnen natürlich). Nur merkt keiner was davon. Und die die Grossverlage behandeln Lyrik wie eine Geschlechtskrankheit. Dabei gehört er absolut zu den wichtigsten Dichtern Nachkriegsdeutschlands. Und das meinen wir verdammt ernst. Aber das juckt anscheinend niemand mehr. Lieber `nen Haufen Scheisse aufs Papier. Lieblicher die Bestseller nie klingelten.


|JENZ DIECKMANN|
Der Macher des internationalen Artzine "Inside" mal rein textlich. Natürlich schlägt er genauso wie bei seinem Magazin die Richtung abgründiger Humor ein: absurde, morbide Texte, die verstören, aber auch irrwitzig sind. Jenz kreiert damit eine eigene Gattung innerhalb des Undergrounds.


|MARCO KERLER|
Vor 10 Jahren hat Marco noch sein erstes selbstgemachtes Chapbook vertrieben. und schreib dazu: In Zeiten, wo es unzählige Möglichkeiten gibt, preiswert Bücher zu drucken, kommt Marco mit einem Chapbook daher. Leider haut mittlerweile jeder, der nur ansatzweise glaubt, dass er das Zeug zu einem Schriftsteller hat, ein Buch heraus. Nicht nur dadurch, dass Marco auf Kopiertes setzt unterscheidet ihn von diesen Schreiberlingen, sondern auch die Tatsache, dass er das Zeug dazu hat. Mittlerweile legt er mit "Als hätte sie eine Kriche entweiht" sein viertes Buch vor, mit dem er zurück zu Underground Press kommt.


|HEIKO KUHLMANN|
Der ehemalige Herausgeber der Zeitschrift "Labyrinth & Minenfeld" aus den 1990ern meldet sich wieder mit apokalyptischen Zukunftsvisionen und gegenwärtigem Realitätsirrsinn wieder zu Wort.


|CHRISTOPH KLEINHUBBERT|

Christoph Kleinhubbert schreibt Poesie, die leicht ist und schwer, spröde und zart, hart und laut und böse und verletzt. Hier ist Verharren und Wahrnehmen, und dieser kleine Spalt im Alltag, der Erkenntnisse freilegt, Wahrheit und Empfindung. Hier ist Lyrik aus dem Emscherdelta, eine herbe Stimme, die es in Worte fasst, das Leben mit Stadt, Land, Müll und Tod - alles auf einmal


|INGO LAHR|
SoLAHRnetten der Social-Beatnik der ersten Stunde. Experimentell, vertrackt, politisch.


|ANDREAS LAMPERT|
Dystopische Lyrik aus Europas Hauptstadt.


|SYBILLE LENGAUER|
Sie ist die neue Meisterin des schwarzen Humors. Kein Magazin, keine Literaturzeitschrift kann ohne ihren sarkastischen, bösen, abgedrehten Erzählungen auskommen. Egal ob realer Irrsinn, schräge Fantasy oder blutiger Horror, sie ist überall zu Hause. Ihre Texte sind dabei stilistisch äußerst feinsinnig.


|FABIAN LENTHE|

Der Hoffnungsträger der deutschsprachigen Underground-Literatur. Keiner ist in der letzten Zeit so durch die Decke gegangen wie er.

|ESTHER MOHNWEG|

Esther ist schon einige Jahre im Literaturbetrieb unterwegs, mit dem sie zeitlebens hadert und versucht aus dem Weg zu gehen. Bei RUP hat sie endlich die Heimat gefunden, die sie sucht: Unabhängig und frei vom Mainstream. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger geht Esther hier auch gnadenlos in den Ring und drischt unverblümt auf die sie attackierender Realität ein.


|MARCUS MOHR|

Mittlerweile auch etwas in die Jahre gekommen, war Marcus Mohr einer der Protagonisten der 2. Social Beat-Welle, die Anfang des 21. Jahrhunderts neue, frische Literatur hervorbrachte, die er in seinem Zine "Straßenfeger" regelmäßig veröffentlichte. Er schreibt auch in guter, alter SB-Manier: kritisch, direkt, unverblümt, auf die 12 und reichlich alkoholdurchtränkt. Old School würde der gemeine Hipster wohl heute sagen.

|JAN OFF|

Der Punkrocker unter den Trashliteraten - aber halt! Es wäre ein riesiger Fehler, Off als Trash zu bezeichnen, wie es weitläufig getan wird. Er ist vielmehr einer der wenigen begnadeten deutschen Short-Story-Schreiber, die in der Lage sind, eine Geschichte stringent über mehr als 50 Seiten zu erzählen. Kaminer & Co. können bei ihm noch einiges abkupfern. Und damit meinen wir nicht nur das Biertrinken.


|ALEXANDER PFEIFFER|

Alexander Pfeiffer hat seine Sozialisation wie viele kreative Köpfe in der damals gesellschaftlicherseits ungeliebten Punkszene erfahren. Aus dieser Punk- und damit angeschlossenen Fanzinesezene erwuchs eben in den 1990ern die alternative Literaturbewegung SOCIAL BEAT, in der auch Pfeiffer seine ersten literarischen Schritte wagte. Auch er vertrieb sein eigenes Fanzine namens "Secret Loser" wie dutzende anderer und kostete die Unbekümmertheit der Rebellen aus. Mittlerweile ist er erfolgreicher Autor von Regionalkrimuis rund um seinen Heimatstadt Wiesbaden. Nichtsdestotrotz hängt sein Herz an der Unabhängigkeit, am Underground, wo er einst begann. Seine Gedichte sind Ausdruck dieser Lebenseinstellung, sie sind aber auch gereifte Erfahrungen, die im Hier und Jetzt leben. Miniaturen, die emotionale und aufwühlende Momente festhalten, kritische Langgedichte, die seinen rebellischen Geist zum Vorschein bringen.


|MARKUS PREM|
Das ehemalige Vorstandsmitglied der Bukowski-Gesellschaft hat sich feinster Kurzlyrik verschrieben, die sich mit dem brutalen Wahnsinn der Gegenwart auseinandersetzt. Dabei hat sich Prem in den letzten Jahren einen excellenten Ruf unter Lyrikfreunden erworben.


|ROBERT RICHTER|

Auf Robert genannt Robsie Richter passt der abgedroschen klingende Name Urgestein wie auf kaum einen zweiten was Undergroundliteratur betrifft. 1986 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband, war auf dem berühmten 60/90-Treffen in Frankfurt, das H. Hübsch initierte, zugegen und gab die legendäre Zeitschrift "Kopfzerschmettern" heraus. Natürlich gehörte er zu den Ur-Protagonisen des Social Beat Anfang der 1990er, hat die Bühnen der Republik gerockt, was er heutzutage meist mit seinen Bands macht, und last but not least unzählige Veröffentlichungen, angefangen von seinem Kultbuch "Wozu soll ich nach New York", bis heute auf die Menschheit losgelassen. Seine direkten, ohne jegliche Attitüde Poeme schlagen mitten aufs Herz, frei nach dem Motto: "Ein morgendlicher Bierschiß ist / Kein Klischee sondern tägliche Realität / Und wenn mir jemand sagt das / Sei kein bedeutendes Thema dann / Soll er sich sein Arschloch zunähen / Und abwarten was passieren wird".

|HC ROTH|

Unser Quoten-Hippie aus Österreich, der gerne mal für das Punkmagazin "OX" schreibt, ist bekannt für abgedrehte, wirre, verrückte Geschichten. Seien es Erwachsenenmärchen oder Kinderabenteuer. Er ist aber kein Trashliterat, wie sich vielleicht vermuten lässt, sondern ein ausgezeichneter Prosaschreiber, der nicht vor einer Message scheut.

|RÜDIGER SASS|

Verrückte, absurde, abgedrehte Stories, immer mit der richtigen Dosis Gesellschaftskritik.

|HELMUT SCHIDA|

Ein deutsches Livestyle-Magazin bezeichnete Helmut Schida als Donau-Bukowski. Die Beschreibung gipfelte in der Feststellung: SCHIDA IST KULT! Und seine Fans bestätigen das. Er schreibt eine harte, gerade Zeile und hat die schärfsten Stories auf Lager. So etwas gäbe es nicht noch einmal in Österreich. Da überrascht es vollkommen, dass mit "Game Over" seine erste eigene Publikation erscheint. Und das mit 73.

|MICHAEL SCHWESSINGER|
Auswahl aus seinem Klassiker "Aufzeichnungen eines Tagelöhners", der 2008 bei der Edition PaperOne erschien und längst vergriffen ist. 6 Stories, die beweisen, dass Schwessinger zu einen der aktuell besten Kurzgeschichtenschreiber des Landes zählt.

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